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<title>Peyo</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Peyo</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p><b>Peyo</b>, <a href="Pseudonym" title="Pseudonym">Pseudonym</a> von <b>Pierre Culliford</b> (* <a href="25._Juni" title="25. Juni">25. Juni</a> <a href="1928" title="1928">1928</a> in <a href="Schaerbeek/Schaarbeek" title="Schaerbeek/Schaarbeek">Schaerbeek</a>, <a href="Region_Br%C3%BCssel-Hauptstadt" title="Region Brüssel-Hauptstadt">Region Brüssel-Hauptstadt</a>; † <a href="24._Dezember" title="24. Dezember">24. Dezember</a> <a href="1992" title="1992">1992</a> in <a href="Stadt_Br%C3%BCssel" title="Stadt Brüssel">Brüssel</a>), war ein <a href="Belgien" title="Belgien">belgischer</a> <a href="Comic" title="Comic">Comiczeichner</a>, dessen erfolgreichste Kreation die <a href="Die_Schl%C3%BCmpfe" title="Die Schlümpfe">Schlümpfe</a> sind.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Leben">Leben</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Herkunft_und_frühe_Jahre"><span id="Herkunft_und_fr.C3.BChe_Jahre"></span>Herkunft und frühe Jahre</h3></div>
<p>Peyos Vater war englischer Herkunft, die Mutter Belgierin. Seinen Spitz- und späteren Künstlernamen Peyo verdankte er einem kleinen Cousin, der seinen Vornamen, abgewandelt in Pierrot (französisch für Peterchen), nicht richtig (mit einem rr) aussprechen konnte<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>. In seiner Jugend las er viele Comicmagazine. Früh entstand in ihm der Wunsch, selbst Comiczeichner zu werden. Als Halbwaise sah er sich jedoch zunächst veranlasst, diverse Gelegenheitsarbeiten anzunehmen, u. a. als Filmvorführer, und wurde mit 17 Jahren Kolorist bei dem Trickfilmstudio CBA (Compagnie belge d'actualités), wo er <a href="Andr%C3%A9_Franquin" title="André Franquin">André Franquin</a>, <a href="Morris_(Comiczeichner)" title="Morris (Comiczeichner)">Morris</a> und <a href="Eddy_Paape" title="Eddy Paape">Eddy Paape</a> kennenlernte. Nach Kriegsende erlitt das Studio durch den Import <a href="Vereinigte_Staaten" title="Vereinigte Staaten">US-amerikanischer</a> Filme jedoch starke finanzielle Einbußen und meldete Anfang 1946 Konkurs an, Peyo besuchte daraufhin für drei Monate die <a href="Akademie_der_Sch%C3%B6nen_K%C3%BCnste_Br%C3%BCssel" class="mw-redirect" title="Akademie der Schönen Künste Brüssel">Akademie der Schönen Künste in Brüssel</a> und arbeitete als Illustrator in der Werbebranche. Bald veröffentlichte er auch kleine humoristische Comic-Reihen in diversen Zeitungen und Zeitschriften.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Johann_und_Pfiffikus">Johann und Pfiffikus</h3></div>
<p>Im April 1946 erschienen in der Zeitung <i>La dernière heure</i> die ersten Geschichten des Pagen <a href="Johann_und_Pfiffikus" title="Johann und Pfiffikus"><i>Johann</i></a> auf einer mittelalterlichen Burg. 1949 veröffentlichte Peyo für die auflagenstärkste Brüsseler Tageszeitung <i><a href="Le_Soir" title="Le Soir">Le Soir</a></i> die Comicserie <i><a href="Pussy_(Comic)" title="Pussy (Comic)">Pussy</a></i>, die Abenteuer eines schwarzen Katers, die bis 1955 lief (ab 1965 Wiederaufnahme in <i>Spirou</i>).
</p><p>Sein größter Wunsch war es, seine Schöpfungen in <i><a href="Spirou_(Magazin)" title="Spirou (Magazin)">Spirou</a></i>, einer der größten Comiczeitschriften Belgiens, unterzubringen, was ihm nach großen Mühen und auf Fürsprache von Franquin 1952 schließlich gelang. Dort musste er sich zunächst dem Stil des Hauses anpassen und z. B. die blonden Haare von Johann in schwarze umwandeln. Erst 1954 fand er zu seinem eigentlichen Stil und schuf zusätzlich die Figur des Hofnarren Pfiffikus, des Begleiters von Johann, der überaus beliebt wurde.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Die_Schlümpfe"><span id="Die_Schl.C3.BCmpfe"></span>Die Schlümpfe</h3></div>
<p>Ein Wendepunkt war das Jahr 1958, als im neunten Abenteuer von <i>Johann und Pfiffikus</i> mit dem Titel <i>La flûte à six trous</i> (dt. später <i>Die Schlümpfe und die Zauberflöte</i>) erstmals die besagten Schlümpfe auftauchten, von denen die Leser schon bald mehr verlangten. Deshalb entschloss sich Peyo 1959 auf Anregung des <i>Spirou</i>-Chefredakteurs <a href="Yvan_Delporte" title="Yvan Delporte">Yvan Delporte</a>, eine erste eigene Schlumpf-Geschichte im Miniformat zu zeichnen. Der Titel lautete <i>Les Schtroumpfs Noirs</i> (dt. <i>Blauschlümpfe und Schwarzschlümpfe</i>). Daraus entwickelte sich ein so überwältigender Erfolg, dass er letztlich sogar seine geliebte Comicreihe <i>Johann und Pfiffikus</i> an den Nagel hängen musste. 1960 kreierte er zudem mit <a href="Will_(Comiczeichner)" title="Will (Comiczeichner)">Will</a> noch die Serie <i>Benoit Brisefer</i> (dt. <i><a href="Benni_B%C3%A4renstark" title="Benni Bärenstark">Benni Bärenstark</a></i>) und konzipierte 1961 zusätzlich, wiederum zunächst zusammen mit Will als Zeichner, die Detektivserie <i>Jacky und Celestin</i>. Anfang 1960 hatte Peyo ferner drei Kurzgeschichten um <i>Pierrot und die Lampe</i> gezeichnet (dt. auch als <i>Jimmy und die Zauberlampe</i> bzw. <i>Benny und die Lampe</i> – nicht zu verwechseln mit <i>Benni Bärenstark</i>), die erst von 1989 bis 1992 unter seiner Ägide wiederaufgenommen und fortgeführt wurden<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>.
</p><p>Weil er des damit verbundenen Arbeitsaufwandes längst nicht mehr Herr wurde, beschäftigte Peyo ab Anfang der 1960er Jahre eine ganze Reihe junger Zeichner als Assistenten, sowohl nacheinander wie auch gleichzeitig (u. a. <a href="Fran%C3%A7ois_Walth%C3%A9ry" title="François Walthéry">François Walthéry</a>, <a href="Marc_Wasterlain" title="Marc Wasterlain">Marc Wasterlain</a>, <a href="Derib" title="Derib">Derib</a>, <a href="Gos_(Comiczeichner)" title="Gos (Comiczeichner)">Gos</a>), und gründete so letztlich sein eigenes, kleines Zeichenstudio<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>. Der endgültige Durchbruch seiner Comicreihe <i>Die Schlümpfe</i> wurde aber erst durch den abendfüllenden Zeichentrick-Spielfilm <i><a href="Die_Schl%C3%BCmpfe_und_die_Zauberfl%C3%B6te" title="Die Schlümpfe und die Zauberflöte">Die Schlümpfe und die Zauberflöte</a></i> 1975/76 und vor allem über die <a href="Die_Schl%C3%BCmpfe_(Zeichentrickserie)" title="Die Schlümpfe (Zeichentrickserie)">Zeichentrickserie im Fernsehen</a> ab 1981 (in Deutschland ab 1983) erreicht, nach der eine riesige <a href="Merchandising" title="Merchandising">Vermarktung</a> einsetzte. Spätere Generationen haben die Schlümpfe demzufolge vorwiegend in der Fernsehfassung kennengelernt.
</p><p>Peyo wollte die Schlümpfe nicht nur für Kinder verfassen, sondern für alle Altersstufen – sein letztes unter seiner vollständigen Mitwirkung entstandene Schlumpfalbum <i>Der Finanzschlumpf</i> stellt „eine Satire auf unser heutiges soziales Leben“ dar. „Das Album ist nicht nur für Kinder gedacht, es ist eine Satire auf die Finanzwelt“.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Tod">Tod</h3></div>
<p>Peyo starb nach schwerer Krankheit im Alter von 64 Jahren am Heiligabend 1992. Er hinterließ seine Ehefrau Nine und seine zwei Kinder (Sohn und Tochter), welche an Zeichnungen und Vermarktung bereits zu seinen Lebzeiten teilnahmen.
</p><p>Peyos Witwe, Janine Culliford (1930–2016), genannt Nine, starb am 5. Juli 2016 im Alter von 86 Jahren.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ehrungen">Ehrungen</h2></div>
<p>Der <a href="Asteroid" title="Asteroid">Asteroid</a> <a href="(2944)_Peyo" title="(2944) Peyo">(2944) Peyo</a> wurde 1993 auf Vorschlag von <a href="Jean_Meeus" title="Jean Meeus">Jean Meeus</a> nach ihm benannt.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Victor Aldea: <i>Peyo, el mago azul.</i> In: Cuadernos de literatura infantil y juvenil, Barcelona, 14 (2001), 140, S. 49–59 (esp.)</li>
<li>Thomas Bleicher: <i>Was schlumpft da durch den Comic-Wald? – Peyos Arbeiten in Deutschland.</i> In: <a href="COMIXENE" class="mw-redirect" title="COMIXENE">COMIXENE</a> #55 (Oktober 1995).</li>
<li>Hugues Dayez: <i>Peyo l'enchanteur. Biographie.</i> Bruxelles: Niffle 2003. ISBN 2-87393-046-2 (frz.)</li>
<li><a href="Wolfgang_J._Fuchs" title="Wolfgang J. Fuchs">Wolfgang J. Fuchs</a>: <i>Was schlumpft denn da? – Peyo und seine Schlümpfe.</i> In: <a href="COMIXENE" class="mw-redirect" title="COMIXENE">COMIXENE</a> #23 (März/April 1979)</li>
<li>René Granacher: <i>Nachruf auf Peyo.</i> In: <a href="Comic_Forum" title="Comic Forum">Comic Forum</a> #60 (Mai 1993)</li>
<li>Volker Hamann: <i>Peyo.</i> In: REDDITION. Zeitschrift für Graphische Literatur #21 (Mai 1993)</li>
<li><a href="Joachim_Kaps_(Verleger)" title="Joachim Kaps (Verleger)">Joachim Kaps</a>: <i>Die Figuren leben weiter – Peyos Welt nach Peyo.</i> In: <a href="COMIXENE" class="mw-redirect" title="COMIXENE">COMIXENE</a> #55 (Oktober 1995)</li>
<li>Joachim Kaps: <i>Das Studio Peyo heute.</i> In <a href="COMIXENE" class="mw-redirect" title="COMIXENE">COMIXENE</a> #55 (Oktober 1995)</li>
<li>Volker Hamann (Hrsg.): REDDITION. Zeitschrift für Graphische Literatur #69 (Nov. 2018): <i>Peyo und die Schlümpfe</i></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Peyo?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Peyo</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.imdb.com/name/nm0678963/">Peyo</a> bei <a href="IMDb" title="IMDb">IMDb</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=109062353">Literatur von und über Peyo</a> im Katalog der <a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">Deutschen Nationalbibliothek</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><cite style="font-style:italic">Johann und Pfiffikus Gesamtausgabe</cite>. 1. Auflage. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>1</span>. toonfish, Bielefeld 2011, ISBN 978-3-86869-995-1, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>4</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Peyo&rft.btitle=Johann+und+Pfiffikus+Gesamtausgabe&rft.date=2011&rft.edition=1.&rft.genre=book&rft.isbn=9783868699951&rft.pages=4&rft.place=Bielefeld&rft.pub=toonfish&rft.volume=1" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">s. Peyo: <cite style="font-style:italic">Benni Bärenstark Gesamtausgabe</cite>. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>3</span>. Toonfish, Bielefeld 2023, ISBN 978-3-96792-739-9, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>33<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>ff</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Peyo&rft.au=s.+Peyo&rft.btitle=Benni+B%C3%A4renstark+Gesamtausgabe&rft.date=2023&rft.genre=book&rft.isbn=9783967927399&rft.pages=33ff&rft.place=Bielefeld&rft.pub=Toonfish&rft.volume=3" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">s. Osteried, Peter u. Volker Hamann, Aus dem Schatten heraus - Peyo und seine Assistenten, in: <i>Reddition</i> Nr. 69, 2018; S. 32–38</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Hamann, Volker, Mietz, Roland: Interview mit Pierre Culliford alias Peyo, In: Reddition Zeitschrift für Graphische Literatur Ausgabe Neunundsechzig, 2018, S. 22–25</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.minorplanetcenter.net/db_search/show_object?object_id=2944&commit=Show">MPC / Minor Planet Circ. 21954</a> (englisch)</span>
</li>
</ol>
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